Bilingualer Zweig an der Ritter Wirnt Realschule Gräfenberg

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Seit diesem Schuljahr 2013/2014 nimmt die Realschule Gräfenberg an dem Modellversuch des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus für bilingualen Geschichtsunterricht teil. Der Modellversuch wird von Prof. Böttger von der Universität Eichstätt wissenschaftlich begleitet. Im bilingualen Geschichtsunterricht wird das Fach Geschichte in der 7. Klasse in englischer Sprache dreistündig statt zweistündig unterrichtet. Der Sachfachunterricht findet dann dementsprechend auch in der Fremdsprache statt, natürlich an den Kenntnissen der Jahrgangsstufe orientiert.

Im bilingualen Unterricht der 7. Klasse wird dabei durch eine gezielte Wortschatzerweiterung, die kontinuierliche Förderung des Leseverstehens und der Kommunikationsfähigkeit sowie die Beschäftigung mit zusätzlichen Materialien langsam an bilinguale Arbeitsweisen herangeführt werden. In den Jahrgangsstufen 8 und 9 werden diese Fähigkeiten dann weiter ausgebaut und komplexere Zusammenhänge eingeführt.

Vermittlung von fachübergreifenden Kompetenzen

Vor allem das beim bilingualen Unterricht wesentliche fächerübergreifende Prinzip stärkt die Flexibilität der Schüler und Schülerinnen und ihre sprachliche Kompetenz. Die Schüler und Schülerinnen vernetzen ihr Wissen dadurch schneller und denken über Fachgrenzen hinaus. Der bilinguale Unterricht stärkt das Sprachgefühl der Schüler und fördert das Selbstvertrauen im Umgang mit der englischen Sprache. Sowohl die Argumentation als auch das Erfassen von neuen Zusammenhängen und Fakten in der Fremdsprache werden immer selbstverständlicher.

Benotung

Bei der Benotung der Schülerleistungen gilt: Inhalt vor Sprache . Dies ermuntert Schüler sich sprachlich freier zu äußern, als dies im Englischunterricht oft der Fall ist.

Langfristige Vorteile

Zahlreiche empirische Studien belegen die Vorteile und Chancen, die bilinguale Unterrichtsangebote den Schülerinnen und Schülern bringen:

  • Die Fremdsprachenkompetenz ist in Klassen mit bilingualem Unterricht in den Bereichen Hörverstehen, Sprechfertigkeit und Wortschatz deutlich besser als in einsprachigen Klassen.

  • Die Fachkenntnisse werden vor allem durch die Erweiterung um eine internationale Komponente ausgebaut. Diese bewirkt einen gezielten Perspektivenwechsel, der vielfach auch zum besseren Verständnis von Inhalten und Zusammenhängen im eigenen Kulturkreis beiträgt.

  • Über den Zugewinn an interkultureller Kompetenz hinaus steigern sich die Schülerinnen und Schüler sowohl inhaltlich als auch sprachlich und verbessern damit ihre Chancen für Ausbildung und Beruf.

  • Für viele Firmen, auch in unserer Region, ist Englisch bereits unerlässlich geworden. Die Schülerinnen und Schüler aus bilingualen Klassen können bei vielen Berufen durch ihr Sprachgefühl und Selbstbewusstsein im Umgang mit der Fremdsprache überzeugen.